Weltweit 13 Fälle von Tamiflu-Resistenz

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Weltweit 13 Fälle von Tamiflu-Resistenz

Beitragvon marjus am Mi 9. Sep 2009, 15:30

Der schweizerische Pharmahersteller Roche rechnet weiterhin mit einer guten Wirksamkeit seines Grippemittels Tamiflu (Oseltamivir) bei Schweinegrippe-Infektionen. Bislang sei bei 13 Patienten eine Resistenz des Erregers bekannt geworden, teilte Roche mit. Ausgehend von den Studiendaten seien auch in Zukunft nur vereinzelte Resistenzfälle zu erwarten. In klinischen Tests versagte der Neuraminidasehemmer den Angaben zufolge in 0,32 bis 4 Prozent der Fälle.

Die meisten Erkrankungsfälle verlaufen relativ mild. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte deshalb Ende August eine Therapieempfehlung herausgegeben, wonach nur Schweinegrippe-Erkrankte, die zu bestimmten Risikogruppen gehören, mit Tamiflu behandelt werden sollen. Bei ansonsten gesunden Personen soll eine H1N1-Infektion erst dann mit Oseltamivir therapiert werden, wenn der Krankheitsverlauf besonders schwer ist.

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Erste Resistenzen gegen Tamiflu in Deutschland

Beitragvon marjus am Fr 8. Jan 2010, 00:53

Ärzte vom Universitätsklinikum Münster (UKM) haben erstmals von einer Resistenz gegen das Grippemittel Oseltamivir (Tamiflu®) bei deutschen Patienten berichtet. Die Resistenz habe sich während der Therapie bei zwei Patienten entwickelt. Der Virologe und Oberarzt Professor Dr. Joachim Kühn und seine Mitarbeiter vom UKM konnten die Patienten vor, während und nach der Therapie mit Tamiflu beobachten. «Diese Ergebnisse belegten, wie rasch sich eine Resistenz gegen die wenigen, derzeit verfügbaren Medikamente entwickeln kann», heißt es in einer Pressemitteilung. Der ärztliche Direktor des UKM, Professor Dr. Norbert Roeder, appellierte an das Verantwortungsbewusstsein von Ärzten und Patienten: «Niemand sollte leichtfertig Tamiflu zu sich nehmen.» Die Neuraminidase-Hemmer sollten nicht bei Verdacht auf Schweinegrippe, sondern nur wenn das H1N1-Virus nachgewiesen ist und bei dem Patient eine chronische Erkrankung vorliegt zum Einsatz kommen. «Nach wie vor raten wir ganz dringend zur Impfung, da nur dadurch ein Schutz entstehen kann», betonte Roeder.
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