Über Hämorrhoiden spricht niemand gern – und schon gar nicht darüber, selbst Probleme im Analbereich zu haben. Auch wenn sich der Gang zum Arzt nicht immer vermeiden lässt, kann man doch eine Menge dazu beitragen, lästige Beschwerden wie Brennen, Jucken und Nässen im Analbereich zu lindern.
Jeder Mensch besitzt den so genannten hämorrhoidalen Schwellkörper, welcher den Darmausgang verschließt. Erst wenn sich der Schwellkörper dauerhaft unverhältnismäßig stark vergrößert und Beschwerden verursacht, spricht man von Hämorrhoiden. Wer beim Stuhlgang häufig pressen muss, weil der Stuhl sehr hart ist, übt einen starken Druck auf den Schwellkörper aus. So können nicht nur Hämorrhoiden entstehen, sondern auch bestehende Beschwerden verschlimmert werden. Daher sollte man auf einen weichen, geformten Stuhlgang achten. Wer sich viel bewegt, sich ausgewogen ernährt und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet, kann einem zu harten Stuhlgang vorbeugen. Bei dauerhaften Verstopfungen hilft es in vielen Fällen, täglich Weizenkleie mit viel Flüssigkeit einzunehmen.
Sitzbäder und Umschläge mit Kamille können die empfindliche Afterregion beruhigen. Auf Seife, feuchte Tücher oder reizende Kosmetika sollte man dagegen lieber verzichten.
Leichtere Beschwerden können meist erfolgreich mit Hämorrhoidal-Salben oder -Zäpfchen behandelt werden. Einige werden auf der Basis eines natürlichen Wirkkomplexes aus inaktivierten Mikroorganismen, einer Bakterien-Kultur-Suspension (BKS), andere mit dem Zusatz von Lidocain zur akuten Schmerzlinderung oder auch – als natürliche Alternative – mit Hamamelis hergestellt. Diese Präparate sind ohne Rezept in der Apotheke zu erwerben.
Kortisonhaltige Präparate können dagegen vom Arzt verordnet werden. Die Produkte lindern die Entzündung, bekämpfen akute Schmerzen und stillen den Juckreiz.
Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn Hautreizungen auftreten, sollte man diese Salben und Zäpfchen allerdings nicht unkontrolliert und dauerhaft ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Vorsicht geboten ist bei Salben mit dem Wirkstoff Bufexamac, da der Wirkstoff Kontaktallergien und Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen kann.
